Gemeinde Biebesheim am Rhein

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Preis für Vorbilder im Ehrenamt


Kai Klose, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration und Bevollmächtigter für Integration und Antidiskriminierung, überreicht hier Andrea Palumbo stellvertretend für die Gruppe die Blumen.
"Come Together" im Landratsamt Groß-Gerau

Was ist Gerechtigkeit, was ist Menschlichkeit? Wie ist es um die Meinungsfreiheit bestellt? Diese zeitlosen Fragen, die schon Georg Büchner umtrieben, stellte Landrat Thomas Will beim "Come Together - für Demokratie und Menschenrechte" im Georg-Büchner-Saal des Groß-Gerauer Landratsamts.

In seiner Rede vor gut 100 Gästen beschrieb der Landrat Verwerfungen in der Gesellschaft von heute und sagte: "Wir erleben ein Wiederaufflammen von Populismus, Hass und Gewalt. Dieser Entwicklung müssen wir uns klar entgegenstellen - so wie unsere Preisträgerinnen und Preisträger dies tun." Sie alle trügen dazu bei, demokratische Tugenden weiterzugeben. Damit leitete der Landrat über zur Verleihung des Come-Together-Preises, mit dem der Kreis Groß-Gerau Menschen auszeichnet, die sonst nicht so oft im Mittelpunkt stehen, "die aber viel Gutes und im Kleinen Großes tun", wie Thomas Will es ausdrückte.

Drei Gruppen wurden auf der Bühne ausgezeichnet: der Verein Biebesheim hilft, das Internationale Frauencafé Groß-Gerau und die Margit-Horváth-Stiftung. "Biebesheim hilft" setzt sich seit eineinhalb Jahren als Verein ein für den Aufbau einer Willkommenskultur in Biebesheim und Umgebung sowie den Abbau von Vorurteilen, für Prävention gegen Alltagsdiskriminierung und die Förderung des kulturellen Dialogs. Das Internationale Frauencafé fördert mit seinen vielfältigen Angeboten die Chancengleichheit und Teilhabe von Frauen, beschleunigt Integrationsprozesse, wirkt gegen Isolation und für die Stärkung des Selbstbewusstseins von Frauen.

Die Margit-Horváth-Stiftung setzt sich für Menschenrechte ein, für die Förderung von Vielfalt, für Respekt und Völkerverständigung. Als Einzelperson erhielt in diesem Zusammenhang auch Cornelia Rühlig für ihr außerordentliches Engagement für Zivilcourage den Come-Together-Preis. Sie ist Vorstandsvorsitzende der Margit-Horváth-Stiftung und Museumsleiterin der Stadt Mörfelden-Walldorf. Nicht nur Landrat Will gratulierte allen Preisträger/innen.




Biebesheim hilft von links: Nadine Molter, Vito Tagliente, Uschi Löwenhaupt, Nancy Guntowsky, Anke Duarte und Andrea Palumbo. 

Kai Klose, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration und Bevollmächtigter für Integration und Antidiskriminierung, schloss sich dem an.
In seiner Rede sagte Klose: "Mit Blick auf die aktuellen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in den vergangenen Monaten ist der Einsatz für ein gleichberechtigtes Zusammenleben wichtiger denn je. Die Preisträgerinnen und Preisträger sind Vorbilder im Ehrenamt. Ihr vielfältiges demokratisches Engagement für ein respektvolles Zusammenleben, um die Chancengleichheit und Teilhabe in allen Lebensbereichen zu fördern und sich gegen Diskriminierung und Ausgrenzung einzusetzen, verdient meine höchste Anerkennung", ergänzte Klose. Er betonte zudem die Bedeutung des Zusammenwirkens von staatlichen Institutionen und zivilgesellschaftlich engagierten Menschen. Musikalisch fetzig umrahmt wurde die Veranstaltung von der Band "Tonixs". Einen musikalischen Beitrag leistete auch der Rüsselsheimer Stamm des Bundes Moslemischer Pfadfinderinnen und Pfadfinder Deutschlands (BMPPD). Fouad Hartit stellte danach den BMPPD vor, der 2010 gegründet wurde und sich fürs friedliche Zusammenleben einsetzt. Der Abend klang mit Gesprächen an einem wunderbaren Buffet aus, das die Frauen des Internationalen Frauencafés zusammengestellt hatten. 


 


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